Weimar-Fahrt der Leistungskurse Deutsch und Geschichte

Auf den Spuren von Schiller und Goethe

Wir, der Deutsch LK des Beethoven-Gymnasiums, fuhren Ende April 2026 nach Weimar, zusammen mit dem Geschichts-LK.

Am Tag der Ankunft gab es viel Programm, auf das wir uns freuen konnten. Nachdem wir in unser Hostel eingecheckt hatten, fuhren wir als Gruppe in die Innenstadt, die wir zunächst erkunden durften. Die Innenstadt wirkte wie in der Zeit von Goethe und Schiller stehengeblieben. Jedes noch so kleine Haus war wie ein Tauchgang in die Vergangenheit. Die vielen verspielten und gleichzeitig aufregenden Gassen führten uns anschließend direkt zu Schiller nach Hause. Wir bekamen eine private Führung durch sein Haus und konnten uns gedanklich und sinnlich in die Weimarer Klassik versetzen. Es war interessant zu sehen, unter welchen Umständen Schiller lebte, und wir konnten interessante Details über seinen Alltag erfahren. Angeblich soll er sich besser konzentrieren haben können, wenn er neben sich einen faulen Apfel liegen hatte! Am Nachmittag ging das Programm weiter; mit Audioguides erkundeten wir das Wohnhaus von Goethe. Das war wirklich wahnsinnig spannend! Besonders imposant war der riesige Garten, der uns alle verzauberte. Zusammen mit dem abendlichen Sonnenspiel fühlte es sich an, als wären wir zu einem Abendessen bei Goethe eingeladen. Den Höhepunkt des Tages bildete der Besuch der Anna-Amalia-Bibliothek. In sie einzutreten ist wie ein Schritt durch das verborgene Tor in die Welt der Klassik – zwischen vergoldeten Büchern, Statuen, flüsternden Geschichten und dem Geist von Goethe und Schiller. Die vielen Eindrücke des Tages wollten erst einmal geordnet werden, bevor wir den Abend gemeinsam in einer gemütlichen Pizzeria bei gutem Essen, lebhaften und lustigen Gesprächen ausklingen ließen.

Der zweite Tag sollte emotional und ereignisreich werden. Nach dem Frühstück ging es für uns los an einen Ort stiller Erinnerung, der uns die dunklen Kapitel der Geschichte Weimars auf bedrückende Weise näherbrachte: die Gedenkstätte Buchenwald. An diesem Ort voller Leid bekamen wir eine sehr berührende, dreistündige Führung über das große Gelände. Wir erhielten eindrückliche Einblicke in die Geschichte des Ortes, die uns spürbar bewegten und nachdenklich zurückließen. Im Anschluss nahmen wir uns bewusst Zeit für eine gemeinsame Reflexionsrunde, um das Erlebte zu besprechen und einzuordnen. Danach traten wir die Heimreise an – beseelt, zugleich tief berührt und mit vielen nachwirkenden Gedanken, die uns noch lange begleiteten, aber auch verbunden mit den gemeinsamen positiven Erinnerungen der gesamten Reise.

Helena S.
Jahrgang 11

Zurück