Eine abwechslungsreiche fünftägige Studienfahrt führte unsere Schülerinnen und Schüler in die belgische Hauptstadt Brüssel. Im Mittelpunkt standen politische Bildung, sprachliche Praxis und das unmittelbare Erleben europäischer Zusammenarbeit.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Besuch zentraler europäischer Institutionen. Im Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission erhielten die Teilnehmenden einen anschaulichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess und die Arbeitsweise der Europäischen Union. Besonders eindrucksvoll war das Gespräch mit dem Europaabgeordneten der Grünen Erik Marquardt, der über seinen politischen Alltag berichtete und sich intensiv den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellte.
Auch die Europäische Kommission öffnete ihre Türen. Nach einer Einführung in ihre Aufgaben und Funktionen wurde deutlich, welche Rolle die Kommission innerhalb der EU als ausführendes Organ spielt. Konstantinos Panagopoulos führte die Gruppe in den Besuch ein und erklärte unter anderem die Möglichkeiten des Erasmus+-Programms, das Jugendlichen vielfältige Chancen für Austausch, Praktika und Auslandsaufenthalte bietet.
Ein weiterer Höhepunkt war die Führung durch den Sicherheitsbereich der Europäischen Kommission, die eindrucksvoll verdeutlichte, welche organisatorischen und technischen Maßnahmen für den Schutz und reibungslosen Ablauf europäischer Institutionen erforderlich sind. In diesem Zusammenhang lernten die Schülerinnen und Schüler, welche unterschiedlichen professionellen Wege die Mitarbeitenden nach Brüssel führten und trafen eine ehemalige Beethoven-Schülerin an ihrem Arbeitsplatz.
Neben den politischen Einblicken spielte auch die Stadt selbst eine zentrale Rolle. Gemeinsam hatten verschiedene Teams von Schülerinnen und Schülern Rundgänge vorbereitet, die uns z. B. zum obligatorischen Manneken Pis, zum Flohmarkt in Marolles und zu Tintin Wandbildern führten. Ergänzt wurden diese durch Führungen zweier Stadtführer auf Englisch bzw. Französisch erlebt. So konnten Geschichte, Kultur und Alltagsleben Brüssels aus unterschiedlichen Perspektiven entdeckt werden.
Ein kulinarischer Programmpunkt führte die Gruppe in eine traditionelle Schokoladenmanufaktur, wo die Herstellung belgischer Schokolade erklärt, selbst Hand angelegt und ihre Qualität gründlich getestet wurde. Ausprobiert wurden ebenfalls die legendären belgischen Frites und Gaufres, sowie afrikanische Spezialitäten. Ein gemeinsamer Pizzaabend durfte nicht fehlen.
Die Studienfahrt verband politische Bildung, kulturelle Eindrücke und sprachliche Erfahrungen auf besondere Weise. Ermöglicht durch Erasmus+-Fördermittel und nachhaltig gestaltet durch die Bahnreise, kehrten die Teilnehmenden mit vielen neuen Eindrücken und einem vertieften Verständnis für Europa zurück.